Eine Krebsdiagnose stellt alles auf den Kopf. Und doch: Was heute in der Tumortherapie möglich ist, wäre vor zwanzig Jahren undenkbar gewesen. Die interventionelle Onkologie hat sich in den letzten Jahren zur vierten Säule der modernen Krebstherapie entwickelt – neben Chirurgie, Systemtherapie und Strahlentherapie.
Das Prinzip ist einfach, aber revolutionär: Wir gehen direkt zum Tumor. Statt einer Chemotherapie, die den gesamten Körper belastet, applizieren wir Wirkstoffe oder Wärme oder Kälte präzise am Ort des Tumors – über einen winzigen Zugang, unter bildgebender Kontrolle, ohne grosse Operation.
Das bedeutet: weniger systemische Nebenwirkungen, mehr Wirkung am Tumor, und die Möglichkeit, Behandlungen durchzuführen, die mit anderen Methoden nicht möglich wären – etwa wenn ein Tumor zu nahe an grossen Gefässen liegt oder wenn der Patient eine Operation nicht tolerieren würde.
Wir behandeln nicht alleine. Die interventionelle Onkologie ist per Definition eine Teamdisziplin – wir arbeiten in jedem Fall gemeinsam mit Onkologen, Chirurgen, Gastroenterologen und Strahlentherapeuten im interdisziplinären Tumorboard.

