Behandlungsoption 2: Geniculäre Nervenablation (Radiofrequenzablation)
Als ergänzendes oder alternatives Verfahren steht die geniculäre Nervenablation zur Verfügung. Die geniculären Nerven sind feine Nervenfasern, die Schmerzsignale aus dem Kniegelenk zum Gehirn weiterleiten. Durch Radiofrequenz-Wärme (~80 °C) werden diese Nervenfasern unter Bildkontrolle gezielt ausgeschaltet.
Wichtig: Die geniculäre Nervenablation ist rein analgetisch – sie unterbricht die Schmerzleitung, verändert aber weder den Entzündungsmechanismus noch die Gelenkstruktur. Sie ist daher oft komplementär zur GAE, nicht konkurrierend.
Diagnostische Blockade – Selektion der richtigen Patienten
Vor der Nervenablation führen wir obligatorisch eine diagnostische Nervenblockade durch: Ein kurzwirksames Lokalanästhetikum wird unter Bildkontrolle an die geniculären Nerven injiziert. Wenn Ihre Schmerzen dadurch um mindestens 50 % abnehmen, bestätigt dies, dass diese Nerven tatsächlich die Schmerzquelle sind – und gibt uns die Gewissheit, dass die Ablation wirksam sein wird. Patienten, die auf die diagnostische Blockade nicht ansprechen, sind keine guten Kandidaten für die Ablation.