Viszerale Arterienaneurysmen behandeln – Embolisation und Stentgraft in Zürich

Aneurysmen (Aussackungen) der Eingeweidearterien – am häufigsten der Milzarterie, Leberarterie und Nierenarterien – sind seltene Zufallsbefunde. Bei Ruptur können sie lebensbedrohlich bluten. Die interventionelle Radiologie bietet mit Embolisation oder Stentgraft eine minimal-invasive Behandlung ohne Bauchoperation.

Behandlung

Embolisation: Gezielter Verschluss des Aneurysmas mit Coils oder Flüssigembolisat von innen – über den Katheter.

Stentgraft: Einlage einer gedeckten Endoprothese, die das Aneurysma überbrückt und ausschaltet, während der Hauptblutfluss erhalten bleibt.

FAQ

Bei asymptomatischen Aneurysmen wird generell ab einem Durchmesser von 3 cm oder bei raschem Wachstum behandelt. Ausnahme bilden Aneurysmen der pankreatiko-duodenalen Arkaden, die bereits ab einem Durchmesser von 1.5 cm behandelt werden. Symptomatische oder rupturierte Aneurysmen sind Notfälle und werden sofort behandelt.

Nach Embolisation oder Stentgraft-Einlage sind leichte Bauchschmerzen für 1–2 Tage normal.

Bitte kontaktieren Sie uns oder die Notaufnahme umgehend bei:

⚠ Plötzlichen, starken Bauchschmerzen (mögliche Ruptur oder Ischämie)

⚠ Fieber über 38,5 °C mit Schüttelfrost

⚠ Zeichen einer Blutung: Kreislaufkollaps, starkem Schwindel, Blut im Stuhl

Wissenschaftliche Referenzen
  • Jesinger RA et al. Abdominal and pelvic aneurysms and pseudoaneurysms: imaging review. Radiographics. 2013.

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