Wer über Monate Chemotherapie bekommt, weiss: Jede neue Infusion bedeutet eine neue Venenpunktion. Die Venen werden zermürbt, die Arme werden gestochen und wund. Ein Port-a-Cath löst dieses Problem dauerhaft: Ein kleines, vollständig unter der Haut liegendes Reservoir verbindet sich mit einem Katheter, der direkt in die obere Hohlvene führt. Seither reicht ein Nadelstich durch die Haut über dem Port – für Wochen, Monate, Jahre.
Port-a-Cath implantieren – sicherer venöser Dauerzugang in Zürich
Ablauf der Port-Implantation
FAQ – Port-a-Cath
Ein Port-a-Cath wird empfohlen, wenn eine längerfristige intravenöse Therapie geplant ist (Chemotherapie, Antikörpertherapie, etc.). Interventionelle Radiologen implantieren den Port unter Bildgebung (Ultraschall + Durchleuchtung) mit hoher Präzision und niedriger Komplikationsrate – ambulant, unter Lokalanästhesie, in ca. 20–30 Minuten.
Der Port liegt unter der Haut, typischerweise unterhalb des linken oder rechten Schlüsselbeins. Von aussen sieht man eine leichte Wölbung – ähnlich einer kleinen Münze unter der Haut. In der Kleidung ist er kaum zu sehen.
In der Regel nicht. Patienten beschreiben, dass sie ihn nach einigen Wochen gar nicht mehr spüren. Sport, Schwimmen und Duschen sind möglich, wenn kein Schlauch angeschlossen ist.
Ja – wenn kein Infusionsschlauch angehängt ist, gibt es keine Einschränkungen. Der Port ist wasserdicht implantiert.
Rötung, Schwellung oder Schmerzen über dem Port, Fieber, oder nachlassender Blutfluss beim Aspirieren können auf eine Infektion oder Fibrinscheide hinweisen. Bitte sofort das Behandlungsteam informieren.
So lange er benötigt wird – Monate bis Jahre. Er wird entfernt, wenn keine weiteren Infusionen notwendig sind. Die Entfernung ist ebenfalls ein ambulanter Mini-Eingriff.
Nach Port-Implantation sind leichter Schmerz und Druckgefühl unterhalb des Schlüsselbeins für 1–5 Tage normal.
Bitte kontaktieren Sie uns umgehend bei:
⚠ Rötung, Wärme oder Schwellung über dem Port (Infektionszeichen – auch nach Monaten möglich)
⚠ Fieber über 38,0 °C mit Schüttelfrost – besonders wenn der Port kürzlich benutzt wurde
⚠ Atemnot oder Brustschmerzen direkt nach Implantation (möglicher Pneumothorax)
⚠ Schwellung des Armes auf der Port-Seite (mögliche Thrombose der V. subclavia)
Wissenschaftliche Referenzen
- Teichgräber UK et al. Totally implantable venous access ports: a review of complications and options for prevention. Dtsch Arztebl Int. 2011;108(9):147–154.
- Baskin JL et al. Ulceration and fibrosis of venous access devices in children. Haematologica. 2012.
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