Starke, typischerweise nächtliche Knochenschmerzen, die auf Aspirin oder Ibuprofen deutlich besser werden – das ist das Muster des Osteoid Osteoms. Dieser gutartige, kleine Knochentumor tritt vor allem bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf und kann über Monate bis Jahre intensiv störend sein. Früher erforderte er eine chirurgische Resektion. Heute ist die Radiofrequenzablation (RFA) der eindeutige Goldstandard – mit Heilungsraten von über 99%.
Osteoid Osteom behandeln – Radiofrequenzablation (RFA) als Goldstandard in Zürich
Was ist das Osteoid Osteom?
Das Osteoid Osteom ist ein kleiner, gutartiger Knochentumor, der aus einem sogenannten Nidus besteht – einem aktiven Kernbereich von meist < 2 cm. Er produziert Prostaglandine, was die starken Schmerzen erklärt und auch erklärt, warum Prostaglandinhemmer (Aspirin, Ibuprofen) helfen. Am häufigsten befällt er die langen Röhrenknochen (Femur, Tibia), kann aber überall vorkommen.
CT-gesteuerte Radiofrequenzablation (RFA)
Unter CT-Kontrolle wird eine dünne Elektrode präzise in den Nidus eingeführt. Radiofrequenzenergie erhitzt das Tumorgewebe auf ~90 °C und zerstört den Nidus vollständig. Der Eingriff dauert 30–45 Minuten und erfolgt in Sedierung oder Vollnarkose (je nach Lokalisation und Patientenalter).
Für wen ist die Myomembolisation geeignet – und für wen nicht?
- Gesichertes Osteoid Osteom (CT mit Nidus-Nachweis)
- Jeder Patient, der unter den Beschwerden leidet
- Wenn kein sicherer Zugang von aussen besteht (selten)
FAQ – Osteoid Osteom
Die CT-gesteuerte Radiofrequenzablation (RFA) ist seit über 25 Jahren der Goldstandard bei Osteoid Osteom – nicht die Operation. Die Erfolgsrate liegt bei über 95 % mit einer einzigen Sitzung, der Eingriff dauert ca. 45 Minuten und der Patient ist meistens am nächsten Tag beschwerdefrei. Die chirurgische Resektion (en-bloc-Exzision) wird nur noch selten durchgeführt und ist deutlich invasiver.
Die chronischen Nachtschmerzen verschwinden in den meisten Fällen innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen nach der RFA. Am Tag nach dem Eingriff kann lokaler Schmerz an der Einstichstelle bestehen – gut kontrollierbar mit normalen Schmerzmitteln.
Nein. Die RFA zerstört den Nidus vollständig in situ – eine chirurgische Entfernung ist nicht notwendig. Das verbleibende inaktive Gewebe wird vom Körper langsam abgebaut und vernarbt.
Die perkutane RFA des Osteoid Osteoms erzielt Heilungsraten von über 99% – dies ist einer der höchsten Erfolgsraten in der gesamten interventionellen Radiologie. Die RFA ist deshalb heute der unbestrittene Goldstandard.
Sehr selten. Bei den wenigen Rezidiven kann die RFA problemlos wiederholt werden.
Nach der RFA des Osteoid Osteoms ist leichter lokaler Schmerz an der Einstichstelle für 1–2 Tage normal. Der typische Nachtschmerz verschwindet meist innerhalb weniger Tage bis Wochen.
Bitte kontaktieren Sie uns umgehend bei:
⚠ Fieber über 38,5 °C
⚠ Zunehmenden statt abnehmenden Schmerzen nach 72 Stunden
⚠ Rötung oder Eiter an der Einstichstelle
⚠ Bei Wirbelsäulen-Osteoidosteom: Taubheitsgefühl oder Lähmung im Bein
Wissenschaftliche Referenzen
- Rosenthal DI et al. Osteoid osteoma: percutaneous radio-frequency ablation. Radiology. 1995;197(2):451–454.
- Vanderschueren GM et al. Osteoid osteoma: clinical results with thermocoagulation. Radiology. 2002;224(1):82–86.
- Donkol RH et al. Efficacy of radiofrequency ablation in the management of osteoid osteoma. Pediatr Radiol. 2008.
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