Eine tiefe Beinvenenthrombose (TVT) – besonders wenn die Beckenvenen betroffen sind – kann langfristige Folgen haben: das postthrombotische Syndrom mit chronischen Schwellungen, Schmerzen und Hautveränderungen. Bei ausgedehnten Beckenvenenthromobosen kann eine kathetergesteuerte Thrombolyse oder Thrombektomie die Vene rasch wiedereröffnen und das Risiko langfristiger Schäden reduzieren. Das May-Thurner-Syndrom ist eine anatomische Ursache wiederkehrender Thrombosen – und lässt sich dauerhaft durch einen Stent beheben.
TVT und May-Thurner-Syndrom behandeln –Thrombolyse und Stent in Zürich
Was ist das May-Thurner-Syndrom?
Beim May-Thurner-Syndrom komprimiert die rechte Beckenarterie die linke Beckenvene von aussen – eine anatomische Variante, die bei bis zu 25 % der Bevölkerung vorliegt, aber meist nur bei Thrombose klinisch auffällt. Durch Stentimplantation in die komprimierte Vene wird die Kompression dauerhaft aufgehoben.
Ablauf
Thrombektomie: Mechanische Entfernung des Gerinnsels in einer Sitzung – schneller als Lyse, weniger Blutungsrisiko.
Stentimplantation: Nach Freimachung der Vene wird ein Venenstent implantiert, um die Durchgängigkeit dauerhaft zu sichern.
FAQ
Es handelt sich um eine angeborene anatomische Variante – die rechte Beckenarterie komprimiert die linke Beckenvene gegen den Wirbelkörper. Es verursacht keine Symptome, solange keine Thrombose entsteht. Viele Betroffene erfahren erst bei einer Thrombose, dass eine May-Thurner-Anatomie vorliegt.
Selbstexpandierende Venenstents zeigen gute Langzeitdurchgängigkeit. Nach der Implantation sind Blutverdünner (anfänglich Antikoagulation, dann Thrombozytenaggregationshemmer) für eine gewisse Zeit erforderlich. Regelmässige Duplexkontrollen sind wichtig.
Ja – in der Regel für einige Monate bis ein Jahr, je nach Thromboseanamnese und individuellen Risikofaktoren. Dies wird gemeinsam mit einem Angiologen oder Hämatologen festgelegt.
Nach Thrombolyse und Stentimplantation bei Beckenvenenthrombose ist Druckgefühl im Bein und eine langsam abnehmende Schwellung für mehrere Wochen normal.
Bitte kontaktieren Sie uns oder die Notaufnahme umgehend bei:
⚠ Plötzlich zunehmender Beinschwellung oder starken Beinschmerzen (möglicher Stent-Verschluss)
⚠ Atemnot oder Brustschmerzen (Anzeichen einer Lungenembolie – Notfall)
⚠ Blutungen aus der Einstichstelle, die nicht aufhören
Wissenschaftliche Referenzen
- Raju S, Neglen P. High prevalence of nonthrombotic iliac vein lesions in chronic venous disease. J Vasc Surg. 2006.
- Vedantham S et al. Pharmacomechanical catheter-directed thrombolysis for DVT (ATTRACT Trial). N Engl J Med. 2017.
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