PAVK behandeln – Ballonangioplastie und Stent in Zürich

Schmerzen in den Beinen nach kurzer Gehstrecke, die beim Stehenbleiben nachlassen – das klassische Bild der PAVK. Hinter diesem harmlosen Namen «Schaufensterleiden» verbirgt sich eine ernstzunehmende Erkrankung: Die Arterien der Beine sind durch Arteriosklerose verengt oder verschlossen. Unbehandelt drohen im Verlauf Ruheschmerzen, offene Wunden und im schlimmsten Fall eine Amputation.

Die IRZ behandelt die PAVK als Partner des Vaskulären Zentrums Zürich (VZZ) – mit modernsten endovaskulären Techniken und in enger Zusammenarbeit mit Angiologen und Gefässchirurgen.

Behandlungsoptionen

Ballonangioplastie (PTA): Ein Katheter mit einem Ballon an der Spitze wird zur Engstelle geführt und dort aufgeblasen – die verkalkte Arterie wird aufgedehnt. Oft ausreichend für kurze Verengungen.

Stentimplantation: Ein kleines Metallgitter-Röhrchen hält die Arterie dauerhaft offen. Wird eingesetzt, wenn die Ballonangioplastie allein nicht ausreicht oder bei Rückstenosen.

Lithotripsie: Moderne Technik, bei der Schallwellen harte Kalkplaques aufbrechen, bevor der Ballon aufgedehnt wird – besonders bei stark verkalkten Gefässen wirksam.

Thrombektomie / Thrombolyse: Bei akuten Gefässverschlüssen kann das Blutgerinnsel mechanisch entfernt oder medikamentös aufgelöst werden.

Ablauf

Vor dem Eingriff

Gefässultraschall (Duplex), ggf. CT-Angiographie. Nüchternheit (6 Stunden). Blutverdünner in Absprache. Ambulant oder 1-2 Übernachtungen je nach Ausdehnung.

Nach dem Eingriff

Thrombozytenaggregationshemmer (ASS/Clopidogrel) für 6–12 Wochen. Lebensstiländerung (Rauchen einstellen!) entscheidend. Verlaufskontrollen per Ultraschall.

Nach dem Beratungsgespräch erhalten Sie ein detailliertes Patienteninformationsblatt.

FAQ – PAVK

Die Ballonangioplastie (PTA) mit oder ohne Stent ist heute bei den meisten PAVK-Patienten die Erstlinientherapie. Sie erfolgt minimalinvasiv über einen Zugang in der Leiste, ohne Vollnarkose. Ein Bypass kommt vorwiegend bei langen Verschlüssen oder nach fehlgeschlagener Angioplastie in Betracht. Wir bestimmen die beste Therapie für Sie immer nach interdisziplinärer Besprechung in einem Angio-Board.

PAVK ist eine fortschreitende Erkrankung. Ohne Behandlung – und vor allem ohne Lebensstiländerungen – schreitet sie fort: von Belastungsschmerzen über Ruheschmerzen zu nicht heilenden Wunden und schlimmstenfalls Amputationsgefahr. Gleichzeitig ist PAVK ein starker Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Stents können jahrelang offen bleiben – vorausgesetzt, die Grunderkrankung wird kontrolliert. Rauchen ist der grösste Risikofaktor für Rückstenosen. Regelmässige Ultraschallkontrollen sind wichtig.

In der Regel empfehlen wir Thrombozytenaggregationshemmer (ASS und/oder Clopidogrel) für einige Wochen bis Monate nach dem Eingriff, um die Stentoffenheit zu sichern. Die genaue Dauer besprechen wir mit Ihnen und Ihrem Angiologen.

Ja – Diabetiker mit PAVK profitieren besonders von einer frühzeitigen Gefässbehandlung, da sie ein hohes Risiko für nicht heilende Wunden und Amputationen haben. Die Behandlung ist bei Diabetikern gleich wirksam wie bei Nicht-Diabetikern.

Nach Angioplastie und Stentimplantation ist ein leichtes Druckgefühl an der Einstichstelle (Leiste oder Handgelenk) für 1–2 Tage normal. Ein kleiner Bluterguss an der Punktionsstelle ist häufig und harmlos.

Bitte kontaktieren Sie uns oder die Notaufnahme umgehend bei:

⚠ Starker, rasch zunehmender Schwellung in der Leiste (mögliches Hämatom oder Pseudoaneurysma – sofort melden)

⚠ Plötzlichem Verlust der Durchblutung: Kälte, Blässe oder Schmerzen im behandelten Bein/Fuss

⚠ Fieber über 38,5 °C

⚠ Starker Blutung an der Einstichstelle, die nicht aufhört

Wissenschaftliche Referenzen
  • Norgren L et al. TASC II: Inter-Society Consensus for Management of PAD. J Vasc Surg. 2007;45(Suppl):S5–67.
  • Aboyans V et al. ESC Guidelines on the Diagnosis and Treatment of PAD. Eur Heart J. 2018;39:763–816.
  • Schillinger M et al. Balloon angioplasty versus implantation of nitinol stents in the SFA. N Engl J Med. 2006.

Möchten Sie wissen, ob dieser Eingriff
für Sie geeignet ist?

Wir beraten Sie persönlich, diskret und unverbindlich. Vereinbaren Sie jetzt Ihr Beratungsgespräch.