CCC Gallengangkrebs – TARE, Ablation und HAIC in Zürich

Das cholangiozelluläre Karzinom – Gallengangkrebs – ist einer der therapeutisch anspruchsvollsten Lebertumoren. Er wird oft spät entdeckt, wächst infiltrativ und ist chirurgisch häufig nicht vollständig resezierbar. Doch auch wenn eine Operation nicht möglich ist, gibt es heute wirksame interventionell-onkologische Optionen.

Behandlungsoptionen

TARE (transarterielle Radioembolisation mit Y-90)

Besonders wirksam beim intrahepatischen CCC (iCCA). Radioaktive Mikrosphären liefern Strahlung direkt in das Tumorgewebe – mit minimaler systemischer Belastung. Studien zeigen signifikante Tumorkontrollraten und Verbesserungen des Gesamtüberlebens.

Ablationsverfahren (RFA, MWA, IRE)

Bei gut lokalisierten, kleinen Tumoren ohne Gefässbeteiligung eine Therapieoption mit kurativem Anspruch.

HAIC – hepatische arterielle Infusionspumpe

Eine implantierte Pumpe appliziert kontinuierlich hochdosierte Chemotherapie (typischerweise Floxuridin/FUDR) direkt in die Leberarterien. Die systemische Toxizität ist deutlich geringer als bei intravenöser Chemotherapie. HAIC kann bei iCCA die Lebermetastasenlast deutlich reduzieren und die Prognose verbessern.

Ablauf und Nachsorge

Alle Therapieentscheide werden im interdisziplinären Tumorboard getroffen. Bildgebungskontrollen (MRI/CT) nach jedem Behandlungszyklus oder Eingriff sind zwingend.

Nach dem Beratungsgespräch erhalten Sie ein detailliertes Patienteninformationsblatt

FAQ – CCC

Das intrahepatische CCC (iCCA) entsteht innerhalb der Leber – es ist am ehesten für interventionelle Therapien wie TARE oder Ablation zugänglich. Perihiläres und distales CCC entstehen nahe dem Gallengangsystem und erfordern oft andere (endoskopische oder chirurgische) Strategien. Wir behandeln primär das iCCA.

HAIC (Hepatic Arterial Infusion Chemotherapy) nutzt eine implantierte Pumpe, um Chemotherapie direkt in die Leberarterien zu liefern – in hoher Konzentration, aber mit sehr geringer systemischer Belastung. Das ermöglicht deutlich höhere lokale Wirkstoffdosen als bei einer intravenösen Chemotherapie, mit weniger Nebenwirkungen für den übrigen Körper. Die IRZ ist eine der wenigen Zentren weltweit, die diese Pumpe minimal-invasiv einbauen kann.

Ja – Kombinationen von TARE mit Immuntherapeutika (z.B. Durvalumab) oder Targettherapien werden aktuell in klinischen Studien untersucht und zeigen vielversprechende Ergebnisse. Wir informieren Sie über aktuelle Studienoptionen.

Nach einer Tumorablation (RFA, MWA, Cryoablation, IRE) sind leichte Schmerzen an der Einstichstelle, ein allgemeines Krankheitsgefühl und leichtes Fieber für 2–7 Tage normal (Post-Ablations-Syndrom). Je nach Organ können organspezifische Beschwerden auftreten (siehe unten).

Bitte kontaktieren Sie uns umgehend bei:

⚠ Fieber und Schüttelfrost (mögliche Cholangitis / Gallengangsinfektion – sofort melden)

⚠Gelbfärbung der Augen/Haut oder sehr dunklem Urin

⚠ Starken Oberbauchschmerzen

Wissenschaftliche Referenzen
  • Edeline J et al. Radioembolization plus chemotherapy for first-line treatment of locally advanced intrahepatic cholangiocarcinoma. Clin Cancer Res. 2020.
  • Konstantinidis IT et al. Hepatic artery infusion pump chemotherapy for liver metastases from intrahepatic cholangiocarcinoma. J Am Coll Surg. 2016.
  • Lamarca A et al. First-line durvalumab plus tremelimumab for CCA. J Clin Oncol. 2023.

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