Ovarialzysten behandeln
Ovarialzysten – Flüssigkeitsansammlungen auf oder in den Eierstöcken – sind häufig. Die meisten sind funktioneller Natur und bilden sich von selbst zurück. Aber manche Zysten wachsen, verursachen Druckgefühl oder Schmerzen im Unterleib, und verschwinden trotz mehrerer Kontrolluntersuchungen nicht. In diesen Fällen ist eine gezielte Behandlung sinnvoll.
Und die muss heute nicht mehr zwingend eine Operation bedeuten.
Die Behandlung muss heute nicht mehr zwingend eine Operation bedeuten.
Was sind Ovarialzysten?
Symptome erkennen
Ovarialzysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, die sich auf oder in den Eierstöcken bilden. Man unterscheidet:
Beschwerden treten auf bei grossen Zysten (Druckgefühl auf Blase oder Darm), bei Stieldrehung (akut schmerzhaft), bei Ruptur oder bei chronisch persistierenden Zysten.
Aspiration und Sklerosierung
wie funktioniert das?
Für einfache, gutartige Zysten ist die ultraschallgesteuerte Aspiration mit anschliessender Sklerosierung eine sehr wirksame, minimal-invasive Behandlungsmethode:
Vorbereitung und Nachsorge
Für wen geeignet
für wen nicht?
- Einfache, flüssigkeitsgefüllte Zysten ohne komplexe Binnenstruktur
- Persistierende oder symptomatische Zysten nach mehrmaliger Verlaufskontrolle
- Postmenopausale Patientinnen mit benignen Retentionszysten
- Komplexe Zysten mit Septen, Knoten oder Binnenechos (zunächst gynäkologische Abklärung)
- Malignitätsverdacht
- Endometriome (komplexere Therapieplanung erforderlich)
FAQ
Ovarialzysten
Nein. Einfache, symptomatische Ovarialzysten können unter Ultraschallkontrolle punktiert und durch Sklerosierung (z.B. mit Ethanol) behandelt werden – ein oftmals ambulanter Eingriff ohne Vollnarkose. Die Laparoskopie bleibt bei komplexen Zysten oder Malignitätsverdacht der Standard.
Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt und ist in der Regel gut tolerierbar. Beim Einstechen der Nadel spüren Sie möglicherweise kurz ein Ziehen oder Druckgefühl. Danach ist der Eingriff selbst kaum spürbar.
Das Rezidivrisiko nach Aspiration und Sklerosierung ist deutlich geringer als nach Aspiration allein. Die Verödung der Zystenwand sorgt dafür, dass sich die Zyste in den meisten Fällen nicht mehr in der vorherigen Grösse neu bildet.
Einfache, unkomplizierte Zysten, die vollständig flüssigkeitsgefüllt sind und keine komplexe Binnenstruktur zeigen. Vor dem Eingriff führen wir eine sorgfältige Ultraschalluntersuchung durch, um sicherzustellen, dass die Zyste geeignet ist.
Eine gynäkologische Abklärung ist empfohlen, um Malignität auszuschliessen und die Art der Zyste zu charakterisieren. Gerne koordinieren wir uns direkt mit Ihrer Gynäkologin oder schicken Sie zu einer Gynäkologin aus unserem Netzwerk.
Ein leichtes Druckgefühl oder Ziehen im Unterbauch für 1–2 Tage nach der Aspiration ist normal und klingt von selbst ab.
Bitte kontaktieren Sie uns umgehend bei:
⚠ Starken Unterleibsschmerzen, die rasch zunehmen (Anzeichen einer möglichen Komplikation wie Zysten-Ruptur oder Blutung)
⚠ Fieber über 38,0 °C
⚠ Übelkeit und Erbrechen in Kombination mit Bauchschmerzen
Wissenschaftliche Referenzen
- Azizova A, et al. Ethanol Sclerotherapy in the Management of Ovarian Endometrioma: Technical Considerations for Catheter- and Needle-Directed Sclerotherapy. Cardiovasc Intervent Radiol. 2024 Jul;47(7):891-900.
- Zanetta G, Lissoni A, Torri V et al. Role of puncture and aspiration in expectant management of simple ovarian cysts: a randomised study. BMJ. 1996;313:1110–1113.
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